Kindeswohl

Wechselmodell darf kein „muss“ sein

Experten lehnen Wechselmodell als Regelfall in Anhörung des Rechtsausschusses ab! In der gestrigen Anhörung zu einem Antrag der FDP bezüglich der Einführung des Wechselmodells als Regelfall kamen die Experten zu einer fast einhelligen Meinung: diese Betreuungsform sei nur für einen geringen Anteil der Eltern praktikabel und dürfe daher nicht als Regelfall Eingang im Gesetz finden. Auch wurde klar gestellt, dass das Kindeswohl immer an erster Stelle stehen müsse und vor allem sehr kleine und Kinder in der Pubertät keine Vorteile aus dem Leben im Wechselmodell hätten. Studien, die von Wechselmodellbefürwortern stets zitiert würden – insbesondere aus dem Ausland – können nicht nachweisen, dass tatsächlich diese Form der Betreuung die beste für die Kinder sei. „Das gesetzlich vorgeschriebene Wechselmodell als Regelfall verhindert die jeweils beste Lösung für das Kind im individuellen Fall“, erklärt Heike Themel vom Verein i. Grdg. FrauenAlternative FAlter. Dr. Alexandra Kloß (FrauenAlternative FAlter) ergänzt: „Eltern sollen ihr Familienleben weiterhin indivuell gestalten ohne staatliche Vorschriften“.